Wer bin ich?

Diese Frage konnte ich eine sehr lange Zeit nicht beantworten. Und diese Erkenntnis hat eine wahnsinnige Traurigkeit in mir ausgelöst. Ich war zwar da, aber das Leben ist nur an mir vorbei gezogen.

Mein Leben lang habe ich mich in der 2. Reihe aufgehalten. Mir war es nie wichtig, Anerkennung und Aufmerksamkeit zu bekommen. Zumindest dachte ich das. Rückblickend habe ich mir unbewusst Aufmerksamkeit geholt – über mein Essverhalten und meine Figur.

Schon früh habe ich gespürt, dass ich irgendwie anders bin. Das durfte nicht sein, ich wollte nicht auffallen. Also habe ich mich zurückgezogen und eingeigelt und darin bin ich stecken geblieben.

Heute erkenne ich mich meine Persönlichkeit, Fähigkeit, Makel und Special Effects in Liebe an. Es macht einen Unterschied, dass ich MEINE Wahrheit lebe und liebe!

Mein ESSVERHALTEN – Der Kompass zu meiner SEELE

——————————————–

Ich kenne beide Seiten
Das nicht Essen und das zu viel Essen

Ich war sehr dünn, weil ich kaum etwas gegessen und sehr diszipliniert gelebt habe und auf einmal waren da viele Kilos mehr an meinem Körper. Weil ich die Schnauze davon voll hatte, perfekt und angepasst zu sein.
Gefühlt habe ich alles an Essen nachgeholt, was ich mir die ganzen Jahre vorher verboten habe.

War ich mager glücklich?
Nein

War ich mit etwas mehr auf den Rippen glücklich?
Nein

Ging es mir in beiden Situationen seelisch und körperlich gut?
Nein

Wusste ich mit mehr oder weniger Gewicht, wer ich bin? Habe ich mich selbst angenommen und geliebt?
Nein

Bin ich HEUTE perfekt?
NÖÖÖ

Auf keinen Fall, zum Glück!

Was ist der Unterschied JETZT?

Heute liebe ich mich und meinen Körper.
Ich bin bei mir angekommen und gebe mir selbst die Achtung und Wertschätzung, die ich verdient habe.

Mein Körper ist gesund und bekommt die Nährstoffe, die er braucht. Ich esse und bewege mich bewusst und lebe genau so, wie es mir gut tut. Ich bin und fühle mich so stark wie nie!
-physisch und psychisch-

Und das Wichtigste:

Ich verurteile und bewerte mich nicht mehr, wenn ich mal mehr esse, als ich eigentlich brauche. Es geht nicht darum, wie viel kg ich wiege. Es geht darum, wie ich mich in meiner Haut fühle und wie schön ich mich selbst finde. Meinem Körper bin ich sehr dankbar, dass er all die Jahre funktioniert und nicht aufgegeben hat.

Ich selbst hätte mir auf meinem Weg einen Menschen gewünscht, der mich und meine Gedanken ernst nimmt, der mich begleitet und für mich da ist.